Dieser Artikel ist keine Abwertung der Schulmedizin oder des Impfen. Dieser Artikel soll lediglich über das Pro und Contra des Impfen aufklären ! Eine Entscheidung ob geimpft wird oder nicht, kann nur von dem Betroffenen selbst getroffen werden. 

Der nachfolgende Text entspricht meiner Abschlußarbeit in klass. Homöopathie. Alle Zahlen, Daten und Fakten beruhen auf dem Stand des Jahres 2000.

 

 

ALLGEMEINES ZUR EPIDEMIOLOGIE

 

Die Verminderung der Neuerkrankungsrate (Inzidenz) einer Erkrankung zeitgleich zur Einführung der entsprechenden Impfung beweist keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen beidem! (Buchwald 1997). Häufig sind es andere Faktoren, die als Erklärung der entsprechenden statistischen Beobachtungen nahe liegen: 

 

So findet sich bei der Diphtherie in Deutschland nach dem Beginn der aktiven Schutzimpfung 1925 ein zunächst mäßiger, dann dramatischer Anstieg der Erkrankungszahlen bis zu einem Maximum um das Jahr 1945 herum. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges kommt es dann zu einem anfangs steilen, ab ca. 1950 dann gleichbleibenden Abfall der Neuerkrankungen bis zum Erreichen eines relativ stabilen, niedrigen Niveaus ab Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. 

 

Auch das Betrachten der Todesfälle an Diphtherie in Deutschland Anfang des letzten Jahrhunderts zeigt die wesentliche Abnahme von damals über 20.000 auf unter 10.000 pro Jahr im zeitlichen Zusammenhang mit dem Ende des 1. Weltkrieges und damit gut 5 Jahre vor der Einführung der aktiven Immunisierung (beides nach Buchwald 1997) 

Die Behauptung, die jeweiligen Erkrankungen kämen mit sinkender Durchimpfung wieder, ist in den meisten Fällen durch nichts bewiesen: 

 

Für eine ausreichende „Populationsimmunität“, d. h. den Schutz der Gesamtbevölkerung vor einer Epidemie, werden allgemein Durchimpfungsraten von mehr als 90%, teilweise von mehr als 95% gefordert, d.h. mindestens 90% der Gesamtbevölkerung müssen gegen die entsprechende Erkrankung geimpft sein. 

Die aktuellenDurchimpfungsraten für Deutschland sehen wie folgt aus: 

·5/6-Jährige: Polio 91,2%, Tetanus 87,9%,  Diphtherie 87% 

·11/13-Jährige: keine Impfung liegt mehr in diesem Bereich 

·Polio: teilweise nur 48% der Kinder und Jugendlichen weisen schützende Antikörper auf (Robert Koch-Institut (RKI)1999, es gibt hier wohl deutliche regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands)

·Diphtherie: weniger als 40% der über 30-Jährigen
        verfügen über schützende Antikörper (RKI 1998) 

 

·ABER: Trotz unzureichender Populationsimmunität kommt es in Deutschland in der aktuellen sozioökonomischen Situation zu keinen Epidemien (z.B. bei Diphtherie oder Polio) trotz entsprechenden Epidemien in benachbarten Ländern wie Weißrussland oder der Ukraine Mitte der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts! 

 

Selbst das Wiederansteigen der Erkrankungszahlen bei Aussetzen der Impfung kann ohne gültige diagnostische Kriterien auf eine erhöhte Aufmerksamkeit/ Meldedisziplin der Ärzteschaft während dieser Zeit zurückzuführen sein (z.B. Keuchhusten: während entsprechender Ausbrüche kann lt. Center for Disease Control (CDC, amerikanisches Pendant zum Robert Koch-Institut) jeder länger als 14 Tage andauernde Husten Keuchhusten genannt werden - ohne weitere Diagnostik! CDC 1990) 

 

IMPFNEBENWIRKUNGEN NACH VACCINE SAFETY COMMITTEE 

(INSTITUTE OF MEDICINE 1994)

 

Eine ursächliche Beziehung zwischen Impfung und Unerwünschter Arzneiwirkung (UAW) gilt als gesichert:

 

  • Anaphylaxie (lebensbedrohliche allergische Reaktion) bei zahlreichen Impfstoffen
  • Kinderlähmung und Tod bei OPV (Kinderlähmung-Schluckimpfung)
  • Thrombopenie (Verminderung der Blutplättchen mit möglichen Blutungskomplikationen ) bei Masernimpfung
  • Tod bei Masernimpfung
  • Arthritis (Gelenkentzündung) bei Rötelnimpfung

 

 

 

Eine ursächliche Beziehung zwischen Impfung und UAW gilt als wahrscheinlich:

 

  • Akute Enzephalopathie (Gehirnschädigung) nach Diphtherie-Keuchhusten/ Pertussis-Wundstarrkrampf/Tetanus-Impfung (DPT)
  • Schock nach DPT
  • Chronische Arthritis nach Rötelnimpfung
  • Guillain-Barré-Syndrom (lebensbedrohliche, aufsteigende Lähmung) nach Diphtherie-Tetanus (DT)-Impfung und Polio

 

Viele andere Berichte/Studien wurden im Vorfeld dieser Veröffentlichung verworfen (s. dazu Neustaedter 1996 S. 33 ff.). 

 

Für die Anerkennung als Impfnebenwirkung durch das Institute of Medicine wurde unter anderem gefordert: „The vaccine-adverse event association should be plausible and coherent with the knowledge about the biology of the vaccine and the adverse event"  (Die Assoziation zwischen Impfung und Nebenwirkung sollte plausibel und in Übereinstimmung mit den Kenntnissen über die Biologie des Impfstoffes und der Nebenwirkung sein) (!) (Institute of Medicine 1994) - man stelle sich diese Haltung - nur wahrnehmen zu wollen, was man erklären kann - übertragen auf andere Wissenschaften wie zum Beispiel die (Quanten-!) Physik vor ... 

 

ALLGEMEINE PROBLEME VON STUDIEN ÜBER UNERWÜNSCHTE 

ARZNEI-WIRKUNGEN (UAW) VON IMPFSTOFFEN

 

Die Frage nach Unerwünschten Arznei-Wirkungen (UAW) von Impfstoffen ist, wenn man für diese Untersuchung die gleichen Maßstäbe anlegt wie für entsprechende Studien bei anderen Arzneimitteln, beantwortbar nur im Vergleich einer Gruppe geimpfter Personen mit einer ungeimpften Kontrollgruppe. Dies ist in sämtlichen westlichen Industrienationen in der Praxis heutzutage nicht mehr durchführbar. Geimpfte Kinder werden in diesen Untersuchungen also verglichen mit der Gesamtheit ebenfalls, nur anders geimpfter Kinder. 

 

Vom Gesetzgeber werden als Impfschäden in der Regel Folgen von Erkrankungen angesehen, die innerhalb eines definierten Zeitraumes nach der Impfung (einige Tage bis Wochen) in Erscheinung treten und so eine Kausalität plausibel machen. Sich langsam entwickelnde oder erst spät auftretende Schäden sind nur sehr schwer in einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung zu bringen, da zwischenzeitlich viele weitere Faktoren auf den Menschen einwirken, die statistisch nicht oder kaum fassbar bzw. voneinander zu trennen sind. Deswegen werden solche Schäden meist nicht als Impfschäden anerkannt: Bis zum Jahre 1991 bezogen in der Bundesrepublik Deutschland "nur" 1870 Impfgeschädigte Versorgungsleistungen nach dem BSeuchG [21]. Nach Buchwald [31] wurden bis 1992 in Deutschland 3407 Impfschadensfälle juristisch anerkannt. Dies entspräche einer Prävalenz von 4,3 auf 100.000, bei einer Inzidenz von 0,21 auf 100.000. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland ergibt das ca. 170 anerkannte Impfschadensfälle pro Jahr. Die Zahl der gestellten Anträge ist natürlich um ein Vielfaches höher.

 

Eine wichtige Frage bei der Beurteilung der Impfschadenshäufigkeit ist, wieviel Aufmerksamkeit den auftretenden Impfschäden gewidmet wird und wie häufig Schäden überhaupt in einen Zusammenhang mit Impfungen gebracht werden. Im Editorial des J Med Microbiol [11] heißt es: "Die Rate der postvaccinalen Meningitis variiert von Studie zu Studie und ist möglicherweise abhängig von der Intensität, mit der versucht wird, solche Fälle zu finden." Dieses Editorial bezieht sich auf eine Studie über die Masern-Mumps-Röteln Impfung (MMR) im United Kingdom. Dort wird gezeigt, dass das Risiko einer aseptischen Meningitis nicht wie bisher angenommen bei 0,4 bis 10 zu 1-Million liegt, sondern bei 1 zu 11-Tausend [16], was bei Massenimpfungen zu einer erschreckend hohen Zahl von Komplikationen führt [32], da hier alle ohne Ausnahme mit dem (Impf-) Erreger in Kontakt kommen, und nicht nur ein Teil der Menschen, wie bei der natürlichen Erkrankung.

 

Fachleute des Paul Ehrlich-Instituts (PEI) gehen von einem underreporting (d.h. die unvollständige Meldung der von Ärzten beobachteten Impfzwischenfälle an die zuständigen Hersteller oder Behörden ) bezüglich Unerwünschter Arzneiwirkungen (UAWs) bei Impfungen um den Faktor 5 - 10 aus (Maass 1995), d.h. im günstigsten Falle werden 20% aller im Zusammenhang mit Impfungen aufgetretenen UAWs erfasst (!). 

 

Eines der Paradebeispiele für fragwürdige Impfungen ist die BCG-Tuberkulose-Impfung: Bis vor einiger Zeit war sie eine öffentlich empfohlene Impfung, deren Nutzen niemals bewiesen wurde, die Unwirksamkeit der Impfung gegen Tuberkulose sehr wohl (Bailey 1980): nach der 2. Impfung kam es sogar zur Zunahme der Tbc. aber: die Impfung schützt offensichtlich gegen Lepra (!) (Karonga Prevention Trial Group 1996) 

 

Im Editorial des Journal for Medical Microbiology zu einer Studie über aseptische Meningitis (Hirnhautentzündung) nach Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) heißt es: "Die Rate der postvaccinalen Meningitis [Hirnhautentzündung nach Impfung] variiert von Studie zu Studie und ist möglicherweise abhängig von der Intensität, mit der versucht wird, solche Fälle zu finden." (Forsey 1994) 

 

Und zur Keuchhustenimpfung schreibt Cherry, einer der vehementesten Verfechter dieser Impfung: „Unsere Daten legen nahe, dass die Mitarbeit des Beobachters [bei klinischen Studien] (Beobachter-Bias) zu einer signifikanten Überschätzung der errechneten Wirksamkeit einer Impfung führen kann. Es ist wahrscheinlich, dass alle aktuellen Wirksamkeitsstudien durch diese Art von Ergebnisverfälschung betroffen sind und alle Impfstoffe wesentlich weniger wirksam gegen die milde Form der Erkrankung sind, als die veröffentlichten Daten suggerieren.“ (Cherry 1998).

 

·Bei der Frage nach Langzeit-UAW besteht ebenfalls das Problem der fehlenden echten Kontrollgruppe (s.o.). Erste entsprechende Studien ergeben Hinweise auf problematische Langzeitwirkungen der Impfungen (Farrington 1995), insgesamt ist diese Frage nach dem langfristigen Effekt von Impfungen auf Individuen und Bevölkerungen bis heute praktisch nicht untersucht. 

 

Wollte man Daten zu langfristigen Impfschäden erhalten, müssten sehr kosten- und arbeitsintensive Langzeitbeobachtungen durchgeführt werden. Sinnvoll sind diese aber nur, wenn es gelingt, vergleichbare Gruppen von geimpften und nicht geimpften Personen über längere Zeiträume zu beobachten. Hier ergeben sich vielerlei ethische und forensische Probleme. Außerdem ist es wegen der hohen Durchimpfungsrate schwierig, genügend hohe Fallzahlen von nicht geimpften Personen anzusammeln und diese einer statistischen Auswertung zuzuführen. Vergleichende Langzeitstudien über geimpfte und nichtgeimpfte Populationen gibt es nicht.

 

Wer macht diese Studien? 

 

Unverändert werden viele, wenn nicht die meisten klinischen Studien zu Impfstoffen entweder ausschließlich von deren Herstellern oder zumindest mit wesentlicher Beteiligung der Pharmaindustrie durchgeführt. Die Frage, ob und wenn ja welche dieser Untersuchungen dann veröffentlicht werden liegt in diesen Fällen dann eben auch maßgeblich bei den entsprechenden Firmen.
Klassische Beispiele hierfür sind:

Marie Griffin fand bezüglich der DPT-Impfung kein erhöhtes Risiko für Krampfanfälle, neurologische oder Entwicklungsauffälligkeiten (Griffin wurde bei ihrer Arbeit finanziell von der Fa. Burroughs Wellcome unterstützt) (Griffin 1990)

James Cherry, der in einem Editorial titelte:´Pertussis vaccine encephalopathy: It is time to recognize it as the myth that it is´ (Pertussis-Impf-Enzephalopathie: Es ist Zeit, sie als den Mythos zu erkennen, der sie ist ) war bezahlter Berater der Fa. Lederle.

Wirklich herstellerunabhängige Untersuchungen zu Impfstoffen und deren UAWs sind bis heute ausgesprochen selten. 

 

 

ERFASSUNG VON IMPFNEBENWIRKUNGEN IN DEUTSCHLAND

 

Anders als in vielen anderen Ländern (USA, Kanada, aber auch Indien, Brasilien) gibt es in Deutschland kein staatliches Programm zu Erfassung von Impfstoff-UAWs. Die Entscheidung, eine mögliche Impfreaktion zu melden liegt beim impfenden Arzt („Spontanerfassung“), Fachleute der entsprechenden Meldebehörden gehen diesbezüglich davon aus, dass nur 10 - 20% der Mediziner UAW-Verdachtsfälle melden, dies ergäbe ein underreporting um den Faktor 5 - 10! (Maass 1995). Ein solches Meldesystem ist nach Ansicht vieler Fachleute nicht geeignet, differenzierte Aussagen über die Art und die Häufigkeit von UAWs, noch viel weniger natürlich solche über deren vermeintliches Fehlen zu ermöglichen. 

 

Zwischen 1978 und 1993 wurden dem Paul Ehrlich-Institut als der für die Impfstoffsicherheit zuständigen Bundesbehörde ca. 13.500 Verdachtsfälle auf Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Impfstoffen gemeldet, der überwiegende Teil davon seitens der pharmazeutischen Industrie. Bei 40% dieser Meldungen handelt es sich um schwerwiegende Komplikationen, 10% betrafen eine tödliche UAW. 

 

Seit der Änderung des Arzneimittelgesetzes 1990 müssen nur noch schwerwiegende Verdachtsfälle gemeldet werden, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind (!). Die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle sank daraufhin um mehr als 50% (!!) (Maass 1995). 

 

Zwischen 1976 und 1990 wurden in Deutschland 4569 Anträge auf Anerkennung eines Impfschadens gestellt, 1139 wurden anerkannt. In 25,5% dieser Fälle kam es zu einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von > 60%, 1,4% der anerkannten Impfschäden führten zum Tode des Impflings (Maass 1995). 

 

Langzeit-UAW´s

 

So ist zum Beispiel seit den ersten Studien über die Rötelnimmunisierung die Entstehung von Arthralgien bekannt [1-10]. Ausgehend von diesen Studien stellt das Institut of Medicine fest: "Das Komitee fand heraus, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen dem RA 27/3 Röteln-Impf-Stamm und chronischer Arthritis bei erwachsenen Frauen hergestellt werden kann." "1973 berichtet Thompson et al. von 11 Kindern mit rekurrenter Arthritis die mindestens 36 Monate nach der Impfung mit HPV 77 andauerte; andere Fälle von persistierender Arthritis wurden seitdem gemeldet, einige davon mit dem RA 27/3 Stamm" [12].

 

Arthralgien und Arthritiden treten häufig in Zusammenhang mit Erkrankungen auf, für die Autoimmunreaktionen verantwortlich gemacht werden; zum Beispiel dem Lupus erythematodes, der Sklerodermie, dem Sharp-Syndrom, der Polymyositis [23] oder der rheumatoiden Arthritis. Es wäre mit Sicherheit sinnvoll Studien zu beginnen, um einen Zusammenhang zwischen Aktivierung des Immunsystems durch Impfungen und Autoimmunerkrankungen zu belegen oder auszuschließen, denn die Zahl der Autoimmunerkrankungen ist groß und vermehrt sich mit zunehmender Kenntnis der Pathophysiologie ständig:

 

Thyreoiditis Hashimoto. Primäres Myxödem. Perniziöse Anämie. Autoimmune, atrophische Gastritis. Morbus Addison. Vorzeitige Menopause. Goodpasture Syndrom. Myasthenia gravis. Männliche Unfruchtbarkeit. Pemphigus vulgaris. Pemphigoid. Sympathische Ophtalmie. Multiple Sklerose. Autoimmunhämolytische Anämie. Primär biliäre Zirrhose. Colitis ulcerosa. Sjögren Syndrom etc.

 

Man weiß, dass Impfungen bei bestehenden Autoimmunerkrankungen zu einer Verschlechterung führen können [23]. Die Symptome die der Körper aufgrund seiner spezifischen Überempfindlichkeit in solchen Fällen zeigt, geben Hinweise auf Regulationsstörungen, die beim "noch" Gesunden nicht auffallen oder übersehen werden, aber vermutlich trotzdem vorhanden sind (Coulter [63] nennt solche Fälle "Knickeier"). "Generell sollte man mit aktiven Impfungen mit Lebendimpfstoffen bei Patienten mit Autoimmunopathien oder chronisch entzündlichen Krankheitsbildern eher zurückhaltend sein und derartige Impfungen nur in besonderen Situationen und bei besonderen Indikationen durchführen" [23]. Und weiter:

"Es ist nicht abwegig anzunehmen, dass Schutzimpfungen als merkliche Eingriffe in die Regulation des immunologischen Netzwerkes den Verlauf von Vaskulitiden beeinflussen können" [23].

 

Sogar direkte Auslösungen sind bekannt: "Zehn von 1000.000 geimpften Amerikanern entwickelten eine autoimmune postvaccinale Enzephalitis oder periphere Neuritis (Guillain-Barré- Syndrom) eine oder zwei Wochen nach Impfung mit einer inaktivierten Influenzavaccine" [64].

 

Trotzdem, ein Beweis, dass Impfungen kausal an der Entstehung von Autoimmunerkrankungen beteiligt sind, lässt sich bis heute nur sehr schwer führen, da sich solche Erkrankungen meist mit erheblichen Latenzzeiten entwickeln und Studien, besonders wenn sie prospektiv sein sollen, sehr aufwendig sind und deswegen bisher nicht durchgeführt wurden.

 

DIE ROLLE DES IMPFZEITPUNKTS

 

Außer der Art und der Anzahl der verwendeten Impfstoffe scheint auch der Zeitpunkt der Impfung eine wesentliche Rolle für das Auftreten von UAWs zu spielen: 

 

Das Durchführen der DPT-Impfung erst mit 2 Jahren führte in Japan zu einem dramatischen Rückgang der Nebenwirkungen (Noble 1987). 

 

„Es ist klar, dass das Verschieben der ersten Impfung [gemeint ist hier die Keuchhustenimpfung] bis das Kind 24 Monate alt ist, ... die meisten der zeitlich assoziierten schweren unerwünschten Nebenwirkungen vermindert.“ (Cherry et al for the AAP 1988). 

 

Die Bedeutung des Impfzeitpunktes und damit der Reife des Immunsystems wird auch daraus erkennbar, dass es bei der „zeitgerechten Impfung“ (DTP/HiB) frühgeborener Kinder (wie auch in Deutschland empfohlen) zu teilweise lebensbedrohlichen Atemstillständen kam (Slack 1999).

 

PROBLEME MIT IMPFSTOFF-KOMBINATIONEN

 

Der Trend in der Impfstoffherstellung und auch die offizielle Empfehlung der STIKO geht eindeutig in die Richtung, möglichst viele Impfstoffe in einer Kombinationsimpfung zusammenzufassen. So sinnvoll dies unter dem Aspekt erstens der geringeren Anzahl der Injektionen für das Kind und zweitens der geringeren Belastung mit den in jeder Impfung enthaltenen Begleit- und Hilfsstoffe sein kann, so sehr muss man - wie bei jeder Arzneimittelkombination - außer der Summe der Einzel-UAWs mögliche Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Ingredienzen des „single one shot“ bedenken. Hier gibt es bis jetzt erstaunlich wenig Untersuchungen: 

 

Kinder, die gegen Haemophilus influenzae B (HIB) geimpft werden, entwickeln möglicherweise geringere Antikörper-Titer im Blut gegen zeitgleich geimpftes DPT (Clemens 1992) 

 

Die Anzahl der möglichen Wechselwirkungen zwischen den einzelne Ingredienzen steigt mit jeder weiteren exponentiell an...  

 

IMPFUNGEN UND IMMUNSYSTEM

 

Impfungen und Infektanfälligkeit: Hier ist die Studienlage widersprüchlich - es findet sich keine Steigerung der Infekte innerhalb 30 Tage nach einer Impfung wenn geimpfte Kinder verglichen werden mit einer Kontrollgruppe anderer Kinder (Davidson 1991, Blackie 1991) - jedoch eine signifikante Steigerung beim Vergleich der 30 Tage vor und 30 Tage nach der Impfung bei ein und denselben Kindern (Jaber 1988). 

 

 

Mäuse zeigten im Tierversuch eine erhöhte Infektanfälligkeit nach DPT (Abernathy 1956) 

 

Nach Masernimpfung kommt es zu eine deutlichen Verminderung der Lymphocytenzahl (weisse Blutkörperchen) (Nicholson 1992) und -funktion (Hirsch 1981), MMR unterdrückt vorübergehend die Funktion der neutrophilen Leukozyten (ebenfalls weisse Blutkörperchen) (Toraldo 1992). 

 

Die HIB-Impfung führt zu einer Abnahme der messbaren HIB-Antikörper-Titer (Daum 1989), für die früher durchgeführte kapsuläre HIB-Impfung konnte ein nach der Impfung erhöhtes Infektionsrisiko mit HIB in 4 Fall-Kontroll-Studien nachgewiesen werden (Black/Harrison/Osterholm/Shapiro 1988). 

 

Wichtig zu wissen ist, dass auch die Reaktion des Immunsystems auf den eingebrachten Impfstoff nur zum Teil bekannt ist: "Häufiger hat man gesehen, dass Antikörperspiegel nicht parallel zum Schutz vor Erkrankung laufen. Die Untersuchung des zweiten Schenkels der Immunität, der zellvermittelten Immunreaktion war technisch wesentlich schwieriger und hat sich als sehr komplex entpuppt. Wenngleich mittlerweile eine Fülle von experimentellen Daten und Erkenntnissen zu den verschiedenen Mechanismen zellvermittelter Immunantwort einschließlich deren Interaktion untereinander und mit dem humoralen Immunsystem vorliegen, ist unser Wissen über die konkrete Bedeutung der zellvermittelten Immunantwort bei der Infektabwehr einzelner Pathogene des Menschen äußerst fragmentarisch." [58, S.270].

 

·Diese Aussagen sind von großer Bedeutung: 

 

1. Die potentiell krankmachenden Eigenschaften eines Impfstoffes sind nicht bekannt (Der Aufbau des Gesamtgenoms ist nicht bekannt).

 

2. Die Reaktion des Immunsystems auf die eingebrachten Stoffe ist nicht im einzelnen bekannt.

 

3. Die Wechselwirkungen des veränderten Immunsystems mit weiteren Größen sind nicht bekannt.

 

Welche langfristigen Folgen daraus möglicherweise entstehen, kann bisher nicht beurteilt werden, da in den Studien überwiegend nur auf mehr oder weniger unmittelbare Impffolgen geachtet wird. Es gibt aber Hinweise auf längerfristige Nachwirkungen:

 

 

AUTOIMMUNERKRANKUNGEN

Es existieren zahlreiche Fallberichte von Auftreten oder Verschlimmerung von Autoimmunerkrankungen (Erkrankungen, bei denen das Abwehrsystem des Körpers sich gegen körpereigenes Gewebe richtet) im engen zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen (Neustaedter 1996, Older 1999) 

 

Es ist biologisch plausibel, dass die Injektion eines inaktivierten Virus, eines Bakteriums oder eines lebenden abgeschwächten Virus in einem empfindlichen Empfänger eine Autoimmunantwort durch Deregulation der Immunantwort auslösen kann, durch unspezifische Aktivierung der T-Zellen, die gegen Myelinproteine gerichtet sind oder durch Autoimmunreaktionen aufgrund sequentieller Ähnlichkeit der Impfstoffproteine mit Myelinproteinen" (Institute of Medicine 1994). 

 

Man weiß, dass Impfungen bei bestehenden Autoimmunerkrankungen zu einer Verschlechterung führen können (Kalden 1992) "Es ist nicht abwegig anzunehmen, dass Schutzimpfungen als merkliche Eingriffe in die Regulation des immunologischen Netzwerkes den Verlauf von Vaskulitiden [autoimmun bedingten Gefässentzündungen] beeinflussen können" (ebd.) 

 

Siehe Kapitel Langzeit-UAW´s

 

 

PATHOMECHANISMUS

 

Es wäre an der Zeit diese wichtigen Studien anzugehen, denn ein Pathomechanismus, der an der Entstehung solcher Autoimmunerkrankungen beteiligt sein könnte, ist schon seit langem bekannt: die Kreuzreaktivität zwischen Erregern (oder Impfstoffen) und körpereigenen Stoffen und Geweben, auch molekulare Mimikri genannt [59]. Eine solche Verwandtschaft zwischen Körpergewebe und Fremdantigen ist auf drei Ebenen vorstellbar [58]:

 

·1. Zwischen zwei Zell oder Gewebsarten bzw.
      Mikroorganismen (z.B. Bakterien oder  

      Viren), wenn diese die gleiche 

      oder eine ähnliche
      Art von Molekülen zu ihrem Aufbau verwenden.

 

·2. Zwischen zwei Antigen-Molekühlen, wenn 

      diese  auf ihrer Oberfläche neben

      verschiedenartigen auch gleiche 

      Determinanten haben.

 

·3. Zwischen zwei Determinanten, wenn diese 

      zwar geringfügig voneinander abweichen, aber 

      doch so ähnlich sind, dass beide mit dem 

      gleichen Antikörper reagieren können. 

      Dabei wird die dem Antikörper homologe
      Determinante eine starke Reaktion ergeben, 

      während die abweichend konfigurierte
      Determinante eine schwache Reaktion ergeben
      wird."

 

All diese Möglichkeiten treffen auf Impfstoffe oder Impfstoffbestandteile zu. Führt man dem Körper also Antigene (z.B. in Form von Impfungen) zu, die ähnliche Struktureigenschaften aufweisen wie Körpergewebe, und sei dies auch nur in Teilbereichen, so ist eine Antikörperbildung im Sinne einer Autoimmunreaktion vorstellbar. Ein in der Medizin bekanntes Beispiel für diesen Vorgang ist die Kreuzreaktivität zwischen Zellwandpolysacchariden von Beta-hämolysierenden Streptokokken und menschlichen Herzklappen beim rheumatischen Fieber, wo es infolge einer Antikörperbildung zu einer Schädigung kommen kann.

 

Der Einwand, dass auch die natürlichen Infektionen Autoimmunreaktionen auslösen können, dies also nicht nur bei Impfungen vorkommt, ist berechtigt. Allerdings muss man beachten, dass sich die Impfinfektion auf drei wesentlichen Ebenen von natürlichen Infektionen unterscheidet und deswegen eine andere Antigenität besitzt als diese:

 

·1. Der Infektionsweg ist ein anderer als der, der
      natürlichen Infektion (direkte Konfrontation mit 
     dem Antigen durch die intramuskuläre Injektion).

 

·2. Der Infektionszeitpunkt wird durch den
      Impfzeitpunkt festgelegt (z.B. alle Kinder im 3. 

      Monat), nicht durch die Empfänglichkeit des
      Körpers oder den "zufälligen" Kontakt mit 

      dem Erreger (Reife des Immunsystems?).

 

·3. Der Impfstoff ist ein Kunstprodukt mit
      Zusatzstoffen, die die Wirkung des Erregers 

      abändern (Veränderte Antigenität).

 

Impfung und natürliche Erkrankung lassen sich darum schlecht miteinander vergleichen, wenn man sie in ihrem Risikopotential abschätzen will. Beide bergen eigene Risiken.

Ein weiterer Punkt sollte nicht vergessen werden: Es kann auch zu Toleranzentwicklungen gegen bestimmte Antigene kommen, also zum genauen Gegenteil des bisher Beschriebenen [27]: Dies wird z.B. bei der Hyposensiblisierung beim Heuschnupfen und allergischen Asthma therapeutisch einsetzt, indem den Kranken Allergene (Pollen, Hausstaubmilben etc.) in geringen Dosen injiziert werden, um sie daran zu gewöhnen. 

 

Auf einem ähnlichen Weg kann sich eine Toleranz gegen Stoffe entwickeln, die der Körper üblicherweise eliminieren würde, weil sie ihm sonst Schaden zufügen. Die Entstehung einer Art von Immunabwehrschwäche gegen bestimmte Pathogene, z.B. Krebszellen, ist vorstellbar.

 

 

 

 

"Eine Entgleisung des Immunsystems ist möglicherweise auch verantwortlich für die Entstehung verschiedener Tumoren" [60]. "Aufgrund von Tierexperimenten weiß man, dass im Fetus mit einem unreifen Immunsystem Antigenexposition zur Toleranz führt" [61]. Da aber der genaue Zeitpunkt der endgültigen Ausreifung des Immunsystems nicht bekannt ist und "weitere Faktoren wie Alter, genetischer Background und Ernährungszustand" [27] für eine Toleranzinduktion relevant sind, und ferner die exakten Mechanismen der Entwicklung einer Antigentoleranz noch nicht ausreichend aufgeklärt sind, besteht nach heutigem Wissen grundsätzlich die Möglichkeit, dass mit Tumorantigen kreuzreaktive Impfstoffe oder Impfstoffbestandteile zu einer Toleranz gegenüber Oberflächenantigenen von Tumorzellen führen, die somit vom Immunsystem nicht effizient erkannt und beseitigt werden können.

 

Gerade wenn man an die schon im dritten Lebensmonat durchgeführte DTP-Impfung denkt, sind solche Reaktionen vorstellbar. Das hochsensible Wechselspiel zwischen Abwehr und Toleranz in unserem Immunsystem ist im einzelnen noch nicht verstanden. Welche Folgen Eingriffe hier haben, lässt sich nicht abschätzen. Hier wäre dringend eine Klärung offener Fragen notwendig, da es noch zahlreiche weitere Mechanismen bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen gibt (z.B. Bildung von Immunkomplexen bei Infektion nach Impfung [64] etc.).

 

 

IMPFUNGEN UND ALLERGIEN

 

Das Vermeiden von frühem Fremdeiweisskontakt als Maßnahme der Allergievorbeugung ist heute anerkannter paediatrischer Standard. Aber: man empfiehlt allen Kindern eine 6-fach-Impfung (sämtlichst hochantigener Fremdeiweisse) im Alter von 9 Wochen mit jeweils unphysiologisch direktem Antigen-Blutkontakt durch die Verabreichung als Spritze??? 

 

Es gibt erste Studien die den Zusammenhang zwischen Impfung und Atopie (allergischer Erkrankung) nahe legen (Shaheen 1996): 

Eine große englische Studie konnte als mögliche Risikofaktoren einer späteren allergischen Erkrankung 3 Faktoren identifizieren: mütterliche allergische Erkrankungen, Antibiotica-Gaben innerhalb der ersten beiden Lebensjahre und die Impfung mit dem Ganzkeim-Keuchhusten-Impfstoff : „Logistic regression analysis identified three statistically significant predictors of subsequent atopic disease: maternal atopy, ... immunisation with whole-cell pertussis vaccine ... and treatment with oral antibiotics in the first two years of life ..." . (Farooqi 1998). 

 

Ein aktueller Vergleich zwischen der Allergierate anthroposophisch und nicht-anthroposophisch aufwachsender Kinder ergab eine deutlich höhere Allergierate letzterer. Statistisch signifikant unterschieden sich beide Gruppen unter anderem in der wesentlich niedrigeren (MMR-) Impfrate der anthroposophischen Gruppe (Alm 1990).

 

ALLERGIEENTSTEHUNG

 

In der kinderärztlichen Praxis wird heute großer Wert auf die Vermeidung eines frühen Allergenkontaktes der Kleinkinder gelegt, um spätere hyperallergene Reaktionen (Neurodermitis, Heuschnupfen, allergisches Asthma, neuerdings auch das hyperkinetische Syndrom etc.) möglichst zu vermeiden. Eine Studie mit mehr als 2000 Kindern, in der gezeigt wurde, dass bei Kuhmilchfütterung in den ersten 9 Monaten 7x häufiger Ekzeme auftreten [62], bestärkte diese Ansicht. Deswegen bietet die Industrie eine Unzahl hypoallergener Ernährungsprodukte auf dem Markt an, die auch von sehr vielen Eltern verwendet werden, obwohl ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen dem Milcheiweiß und der Ekzemhäufung in dieser Studie nicht hergestellt werden konnte.

 

Andererseits werden den Kindern aber schon sehr früh massiv Fremdeiweiße (Allergene) in Form von Impfungen zugeführt: Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae, Masern, Mumps, Röteln und die dazugehörigen Auffrischimpfungen. Zusätzlich kommt noch hinzu, dass die Impfstoffe direkt mit dem Blut in Berührung kommen (Ausnahme Polio), also nicht einer Antigenmodifizierung etwa durch den Magendarmtrakt unterliegen.

 

Einerseits den Allergenkontakt vermeiden zu wollen und ihn andererseits durch die Impfungen massiv zu gewährleisten, ist in sich nicht schlüssig. Zumindest sollten Untersuchungen angestrengt werden, die Zusammenhänge zwischen Impfungen und nachfolgenden Atopien aufklären helfen.

 

IMPFSTOFFE

 

Dass es überhaupt verschiedene Stämme einzelner Impfvaccinen gibt, hat etwas mit dem Herstellungsmodus zu tun. Alle heutigen Mumps-Impfstoffe enthalten lebende, attenuierte Viren (ebenso Masern, Polio, Röteln, Influenza, Gelbfieber, Varizellen).

 

Die "Umwandlung" (Attenuierung) eines virulenten Wildtypen in einen Impfstoff ist bis heute ein empirischer Vorgang. Der Virus wird mehreren Passagen in verschiedenen Zellinien bei nicht optimalen Wachstumsbedingungen unterzogen, wobei er auf eine im Einzelnen unbekannte Weise seine spezifischen Eigenschaften abwandelt, jedoch ein "lebender" Erreger bleibt. Danach werden einige Sicherheitsuntersuchungen durchgeführt und die Reaktivität und Effizienz an Tieren und freiwilligen Versuchspersonen getestet.

 

Dieses Vorgehen ist seit den frühen Versuchen mit Impfpräparaten zu Pasteurs Zeiten in den Grundzügen gleichgeblieben. Pasteur hatte zum Beispiel einen Tollwutimpfstoff entwickelt [52], indem er den Erreger in Kaninchen züchtete und diesen dann durch unterschiedlich langes Aussetzen an die frische Luft "attenuierte". Mit dieser noch etwas unvollkommenen Methode wurde Pasteur berühmt-berüchtigt, denn es kamen bei den Impfungen eine Vielzahl von Menschen ums Leben, die gerade durch die Impfung an Tollwut erkrankten [57].

 

Bei der in unseren Breiten abgeschafften Pockenimpfung ist bis heute noch nicht einmal bekannt, woher der im Impfstoff enthaltende Erreger eigentlich stammt. Die ursprüngliche Vaccine aus der Kuhpocke wurde zunächst von Kind zu Kind übertragen, da man kein Verfahren kannte, wie man den Impfstoff konservieren sollte. Erst nach mehreren Jahrzehnten gelang die Rückübertragung auf Kälber Die Attenuierung fand bis dahin unkontrolliert in Tausenden von menschlichen Körpern statt und war sehr gefährlich, da nicht nur das Vaccinia-Virus übertragen wurde, sondern auch alle weiteren infektiösen Erkrankungen der Menschen. "Dieser Impfstoff ist molekularbiologisch deutlich sowohl vom Variolavirus als auch vom Kuhpockenvirus unterscheidbar" [58],

 

In unserer Zeit gibt es je nach Verfahren verschiedene Impfstoffe, die von verschiedenen Herstellern produziert werden, mit unterschiedlichen Wirkungsprofilen. Die molekulare Basis des Wirkstoffes ist aber auch heute in den allermeisten Fällen unbekannt. Der natürliche Erreger ist durch serologische Methoden nicht von den attenuierten Erregern zu unterscheiden. Auch der Urabe Mumps Virus und der Jeryl Lynn Mumps Virus zeigen serologisch keine Unterschiede. Erst durch moderne Methoden der Gensequenzierung ist es neuerdings gelungen, einige Unterschiede zwischen Impfstämmen zu eruieren, wobei bisher bruchstückhaft einige Gensequenzen untersucht wurden. Es ist aber bis heute unbekannt, aufgrund welcher Mechanismen der eine Stamm reaktiver ist als der andere. Auch unbekannt ist, auf welche Weise es während der Attenuation zu den Unterschieden kommt. Letztlich ist die Einbringung eines solchen attenuierten Lebendimpfstoffes ein Vorgang mit vielen Unbekannten und Unwägbarkeiten, die aber ob des augenscheinlichen Erfolges bei der Bekämpfung der sogenannten Volksseuchen aufgrund von Nutzen/Schaden-Relationen in Kauf genommen werden.

 

 

IN DEN IMPFSTOFFEN VERWENDETE ADDITIVA SIND U.A.

 

Aluminium: Aluminiumhaltige Impfstoffe werden aktuell in Verbindung gebracht mit der sog. „Makrophagischen Myofasciitis“ (MMF), einer entzündlichen Muskelschädigung mit Ablagerung von Aluminiumsalzen in der betroffenen Muskulatur. „Die Daten legen nahe, dass diese lokalen Veränderungen durch die intramuskuläre Injektion von aluminiumhaltigen Impfstoffen verursacht sein können“ (WER 1999). Aluminiumverbindungen sind unter anderem im Diphtherie- und im Tetanusimpfstoff enthalten.
Immer wieder diskutiert wird ein Zusammenhang zwischen Aluminium und neurologischen Erkrankungen, hierzu lassen sich - wie insgesamt zum Problem der Giftigkeit bzw. der allergisierenden Wirkung von parenteral (via Injektion) verabreichtem Aluminiumhydroxid - keine sicheren Untersuchungen finden. Nach mehr als 50 Jahren großflächiger Anwendung der Substanz.

 

Thiomersal wirkt als Quecksilberverbindung ausgeprägt desinfizierend und ist daher als Konservierungsmittel in vielen Impfstoffen enthalten. Die einem Säugling im Rahmen der Grundimmunisierung parenteral verabreichte Menge Quecksilbers liegt bei mindestens 0,075 mg (zum Vergleich: die WHO definiert als Grenzwert für die tägliche orale Zufuhr bei Erwachsenen 0,05 mg). Wie die meisten Quecksilberverbindungen wirkt auch Thiomersal neurotoxisch, schädigt also (irreversibel) das periphere und zentrale Nervensystem.
Der von Fachleuten seit langem geforderte - technisch und pharmakologisch unproblematisch mögliche - Ersatz von Thiomersal gegen andere, schwermetallfreie Impfstoffe scheitert bzw. wird gebremst gerade für bereits zugelassene an den durch das erneut notwendige Zulassungsverfahren entstehenden Kosten für die pharmazeutische Industrie. (Gruber 1999) 

 

Formaldehyd ist als Konservierungsmittel ebenfalls noch in vielen Impfstoffen enthalten. Es ist bekanntermaßen krebserregend und wäre nach Meinung der meisten Fachleute ebenfalls unproblematisch ersetzbar (s.o.)

 

DAS PROBLEM MIT DER REINHEIT DER IMPFSTOFFE 

 

Ebenfalls eine wichtige Frage ist die Reinheit der Impfstoffe. Wie oben beschrieben, werden einige Impfstoffe durch Attenuierung in lebenden Organismen oder Zellkulturen (z.B. Affennierenzellkulturen) erzeugt (MMR, Polio). Auch wenn dabei auf höchstmögliche Reinheit geachtet wird, ist es schon allein aus technischen Gründen nicht möglich, alle Risiken auszuschließen.

 

Ein solches Risiko ist z.B. die Durchseuchung der Probe mit verschiedenen Viren (Slow Virus, BSE, Retroviren Onkoviren, etc.) oder Mycoplasmen, die allesamt aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften schwer oder gar nicht nachweisbar sind. "Viruskontaminierte Zellkulturen sind ein wesentliches Problem in der Bioindustrie" [28]. Zudem haben die durch sie verursachten Erkrankungen eine lange Latenz, so dass man sie kaum noch mit den Impfungen in einen kausalen Zusammenhang bringen kann.

 

Lebendvaccinen haben ein höheres Risiko mit unerwünschten Mikroorganismen verseucht zu sein, als Totimpfstoffe. Onkogene Viren befinden sich beispielsweise in Mammaliazellinien, die zur Impfstoffherstellung verwendet werden [64]. 

 

Lebendimpfstoffe die durch konventionelle Prozeduren attenuiert werden, sind in der Regel Träger unbekannter genetischer Veränderungen. Besonders wenn diese Änderungen sehr geringfügig sind, wie z.B. Punktmutationen, besteht die Gefahr der Zurückverwandlung in einen virulenten Erreger. Der Unterschied zwischen dem Sabin-Stamm und einem virulenten Poliomyelitisstamm ist beispielsweise nur die Ergänzung eines einzigen Nucleotids. Die Umwandlung in neurovirulente Stämme trat z.B. bei Tollwutimpfstoffen und Sabin-Polio-Stämmen (Schluckimpfung) Typ2 und 3 auf [64]. Ein weiterer Nachteil der Lebendvaccinen ist, dass sie möglicherweise durch nahe verwandte Wildtypen oder Impfstämme komplementiert oder rekombiniert werden. 

Die Wahrscheinlichkeit und Konsequenzen solcher Vorgänge sind völlig unbekannt.

 

Der unter [64] aufgelistete Artikel gibt zur Frage der
      Impfstoffrisiken wichtige Anregungen.

Da Impfstoffe millionenfach auf ganze Populationen angewandt werden, können übersehene virale Durchseuchung, Rückmutation oder Neumutation des attenuierten Impfstoffes oder ungenügende Erregerabschwächung für viele Menschen dramatische Konsequenzen haben [30]. 

 

Unerwünschte Impfreaktionen sind aber oft auch die Folge "von toxischen Impfstoffbestandteilen, von nicht antigenen Verschmutzungen in den Impfstoffzubereitungen (wie z.B. Stoffe, die in Gewebezellkulturen verwendet werden, um die Impfviren zu vermehren, oder unvollständig gereinigte Bakterienantigene), oder von in Vivo Replikationen der viralen oder bakteriellen Organismen. Hypersensitivitätsreaktionen sind möglicherweise die Folge von Impfstoffadditiva, wie z.B. Neomycin beim MMR-Impfstoff oder Quecksilber bei der durch Thimerosal haltbar gemachten DTP-Vaccine"[25].

 

Da es auf diesem großen Gebiet mehr Unbekannte als Bekannte gibt, ist es durchaus berechtigt davon zu sprechen, dass das Einbringen von in lebenden Organismen gezüchteten Stoffen in den menschlichen Körper (dazu zählen auch die gentechnischen Produkte, die in lebenden Organismen gezüchtet werden), mit all den vorstellbaren Wechselwirkungen, Gentransferen, etc., einem Lotteriespiel gleicht, da niemals im Detail bekannt ist, was genau eigentlich zuführt wird, bzw. welche Folgen daraus entstehen können. 

 

IMPFUNFÄLLE

 

Große Impfunfälle treten immer wieder auf. Ein paar Beispiele aus der Medizingeschichte: 

 

·   1944 gab es in Brazzaville aufgrund einer Gelbfieberimpfung 102 Erkrankungen an Ezephalitis und 17 Tote. 1942 wurde eine mit Hepatitisviren durchseuchte Gelbfieberimpfung in den US durchgeführt. Die Folge: 28585 Hepatitisfälle und 62 Tote. 

 

·   Im Jahre 1955 der sogenannte Cutter-Vorfall in den US; dabei gab es 250 Polio-erkrankungen und 10 Tote wegen lebender Erreger im Totimpfstoff. In Berlin traten 

 

·   1960 traten in Berlin innerhalb von vier Wochen 25 Fälle von paralytischer Poliomyelitis auf, nachdem ein Impfstoff angewandt wurde, der noch eine Restfähigkeit zur Erzeugung eine Poliomyelitis besaß) [56]. Und 1988-92 die oben beschriebene Enzephalitishäufung bei der MMR-Impfung. 

Diese Liste ließe sich fortsetzen... 

 

IMPFSCHUTZ

 

Damit eine Schutzimpfung einen epidemiologischen Nutzen hat, ist eine   Durchimpfungsrate von mindestens 90% notwendig. Andernfalls drohen epidemiologische Probleme: Erkrankungen in höherem Lebensalter mit erhöhter Komplikationsrate, Frühinfektionen durch fehlenden Nestschutz (Neugeborene und junge Säuglinge erkranken früher, wenn die Mutter ihnen in der Schwangerschaft nur die Impfantikörper, nicht diejenigen nach selbst durchgemachter Erkrankung mitgibt), etc. 

 

Beispiele für die Schutzwirkung von Impfungen:

 

·In einer zu 90% durchgeimpften Bevölkerungsgruppe im Gaza-Streifen kam es zu zwei Ausbrüchen von Poliomyelitis, 1974 und 1976. Bei diesen Epidemien hatten 34% bzw. 50% der erkrankten Kinder 3-4 Dosen des Impfstoffes erhalten. Die Inzidenz der Erkrankungen betrug 18 auf 100.000. (Lasch 1986) 

 

·In Ungarn gab es ein Impfprogramm, das in den Zielgruppen eine 93 prozentige Durchimpfungsrate erreichte. 1981 gab es eine Masernepidemie. Im Gegensatz zu früheren Epidemien bestand die Mehrheit der Erkrankten aus geimpften Personen, nämlich ca. 60%. Bei einer weiteren Epidemie von September 1988 bis Dezember 1989 wurden 17938 Masernfälle berichtet (Atack Rate 169 auf 100.000), wobei die Mehrzahl der Masernfälle in der geimpften Population auftraten (Atack Rate für die 1971 bzw. 1972 geimpften Bevölkerungsgruppen 1332 bzw. 1632 auf 100.000). Der Impfstatus war von 12890 (76%) Masernfällen bekannt. Von diesen waren 8006 (62%) geimpft. (Agocs 1992) 

·In einer vollständig durchgeimpften Population von ca. 4200 Studenten dreier Schulen in den USA kam es 1989 zu einer Masernepidemie (Matson 1993). Weitere entsprechende Fälle aus den USA sind bekannt. (s. Quak) 

·Trotz einer Durchimpfungsrate von 96% kam es 1991/92 in Fife (Schottland) zu Masernausbrüchen. Auch in anderen Landesteilen kam es kurz danach zu mehreren Masernausbrüchen, trotz hoher MMR Durchimpfungsrate. 

Bedeutung der Kinderkrankheiten

 

Welche Bedeutung den sogenannten Kinderkrankheiten bei der Entwicklung der Kinder zugeschrieben werden kann, wird verschieden diskutiert. Berichte von Entwicklungsschüben nach durchgemachten Kinderkrankheiten sind häufig zu hören, aber meist sehr subjektiv. Interessant sind allerdings einige Beobachtungen, die zeigen, dass Kinderkrankheiten auf keinen Fall nur Risiken bergen, sondern auch sehr nützlich sein können:

 

In den Annals of Tropical Paediatrics [53] wird folgender Fall berichtet: "1984 stellte sich ein 5 jähriges Mädchen mit einer schlimmen Psoriasis vor. Sie hatte große Psoriasisflecken am Körperstamm und den Extremitäten, dabei eine ausgeprägte Beteiligung der behaarten Kopfhaut. Innerhalb des nächsten Jahres wurde sie von Pädiatern und Dermatologen mit Kohlenteerpräparaten, lokalen Steroiden, UV Licht und Dithranolumschlägen behandelt. Trotz aller Bemühungen und zweier Krankenhausaufenthalte erwies sich ihre Psoriasis als sehr hartnäckig und blieb im Wesentlichen unverändert, bis sie an Masern erkrankte. Als sie der Masernausschlag zu überziehen begann, verschwand die Psoriasis. Seitdem ist ihre Haut von der Psoriasis frei geblieben."

 

Ein weiterer erstaunlichen Effekt wird im Am J Trop Med Hyg beschrieben: "Es zeigte sich eine signifikant niedrigere Parasitenprävalenz und durchschnittliche Dichte von Malariaparasiten bei Kindern bis zum Alter von 9 Jahren, die Masern oder Influenza hatten, als bei asymptomatischen Kontrollkindern." [54].

 

Von entscheidender Bedeutung könnte aber ein Artikel aus dem Lancet von 1985 [55] sein: Personen, die keine sichtbaren Masern hatten, d.h. niemals einen Masernhautausschlag entwickelt haben, leiden häufiger an, wie die Autoren es nennen, "non measles associated deseases". "Die Daten zeigen eine hochsignifikante Beziehung zwischen fehlendem Masernausschlag und Autoimmunerkrankungen, seborrhoischen Hauterkrankungen, degenerativen Erkrankungen der Knochen und der Knorpel und bestimmten Tumoren... Wir nehmen an, dass der Ausschlag durch eine zellvermittelte Immunreaktion verursacht wird, die die Zellen zerstört, die vom Masernvirus befallen sind. Wenn diese Annahme korrekt ist, zeigt das Fehlen des Masernausschlages möglicherweise an, dass intrazelluläre Virusbestandteile der Neutralisation während der akuten Infektion entgehen. Dies führt dann später zu den genannten Erkrankungen... Das Vorhandensein von spezifischen Antikörpern zum Zeitpunkt der Infektion greift in die normale Immunantwort gegen das Masernvirus ein, insbesondere in die Entwicklung der spezifischen zellvermitteltelten Immunität (und/oder anderen zytotoxischen Reaktionen). Die intrazellulären Masernviren können dann die akute Infektion überleben und Erkrankungen verursachen, die sich im Erwachsenenalter entwickeln." 

 

Wenn die Infektion mit Masern zu einem Zeitpunkt erfolgt, zu dem bereits Antikörper gegen Masernviren vorhanden sind, d.h. zur Zeit des Nestschutzes in den ersten Lebensmonaten, oder nach Gabe von Masernimmunserum wegen einer Masernexposition, oder nach Antikörperbildung aufgrund von Impfung, ist das Immunsystem nicht in der Lage, vollständig auf die erfolgte Infektion zu reagieren und das Virus hat die Möglichkeit zur Persistenz.

 

Infizieren sich maserngeimpfte Kinder mit dem Wildvirus besteht die Schwierigkeit, dass gar nicht erkannt wird, dass die Infektion stattgefunden hat, da die Kinder nicht mehr in der typischen Weise erkranken. Wieviele latente Maserninfektionen so übersehen werden, lässt sich kaum sagen und der Zusammenhang zwischen der latenten Masernerkrankung und einer Erkrankung im Erwachsenenalter kann dann nicht mehr hergestellt werden. Sollten sich diese Angaben als richtig erweisen, muss die Masernimpfung sehr kritisch überdacht werden.

  

 

Zusammenfassend lässt sich Folgendes sagen:

 

1.    Impfungen modulieren das Immunsystem. Was dabei im einzelnen genau geschieht, entzieht sich bis heute der exakten wissenschaftlichen Analyse. 

 

2.    Insbesondere die langfristigen Folgen sind unbekannt, da sie statistisch nur schwer nachweisbar sind. 

 

3.    Sogenannte Minimalläsionen [63] und deren Folgeschäden werden nicht in Impfschadenstatistiken erfasst. 

 

4.    Impfungen schützen nicht eindeutig vor der Erkrankung. 

 

Die entscheidende Frage, die man sich deswegen stellen muss, ist, ob der erwartete kurzfristige Nutzen der Impfungen, den eventuellen langfristigen Schaden aufwiegt. Wir Menschen neigen dazu uns nur mit nahestehenden Problemen zu befassen. Krankheiten und Leiden die uns unmittelbar bedrohen nehmen wir wesentlich ernster, als mögliche Beschwerden in der Zukunft. 

Die Angst vor der Masernenzephalitis des eigenen Kindes ist größer, als die Angst vor dem Rheuma des 30 oder 40 jährigen Erwachsenen. 

 

Sollten jedoch tatsächlich Zusammenhänge zwischen Impfungen und Autoimmunerkrankungen, oder Impfungen und Tumorinduktion bestehen, ist es sehr fraglich, ob die heutigen Kosten/Nutzen Rechnungen aussagekräftig sind. Bezieht man in die Überlegungen noch mit ein, dass durch eine geeignete homöopathische Therapie und Prophylaxe die Zahl der Komplikationen bei den Kinderkrankheiten noch deutlich reduziert wird, stellt sich diese Frage noch dringender.

 

Die Kenntnis der Natur der chronischen Krankheiten, wie sie Hahnemann beschreibt, müssen den homöopathischen Arzt gegenüber dem Einbringen von Krankheitsstoffen in den Körper sehr skeptisch machen (S. Hahnemann, Die chronischen Krankheiten, theoretischer Teil).

 

Hahnemanns Erkenntnisse bestätigend, zeigt die Erfahrung langjährig praktizierender homöopathischer Ärzte, dass Impfungen Heilungshindernisse darstellen und dass Krankheitsgeschichten häufig nach einer Impfung beginnen. 

 

Andererseits zeigt sich, dass in aller Regel die Kinderkrankheiten leicht beherrscht werden und ungeimpfte Kinder eine unkompliziertere Entwicklung durchmachen, als die geimpften. 

 

 

 

DIPHTHERIE

 

ERREGER DER ERKRANKUNG:

Corynebacterium diphtheriae. Dieses Bakterium produziert nach seiner eigenen Infektion mit einem Virus ein hochgiftiges „Exotoxin“. 

 

INFEKTIONSMODUS DER ERKRANKUNG:

Tröpfcheninfektion/Kontaktinfektion 

 

INFEKTIONSVERLAUF DER ERKRANKUNG:

Inkubationszeit 2 - 4 Tage 

Typischerweise Befall des Rachen/Kehlkopfbereiches mit hohem Fieber, Mandel- und Kehlkopfentzündung (Croup), stark reduzierter Allgemeinzustand 

Selten Hautbefall einer Verletzung 

KOMPLIKATIONEN DER ERKRANKUNG:

Ersticken durch Verlegung des Kehlkopfes 

Schädigung des Herzmuskels (tritt auf in 10 - 25% der Fälle, verantwortlich für 50 - 60% der Todesfälle) 

Schädigung des Nervensystems mit Lähmungen
      (Gaumensegel, Hirnnerven, ...) 

THERAPIE DER ERKRANKUNG:

Antitoxingabe („passive Impfung“) 

Antibiotika-Gabe 

Homöopathische Behandlung ( Arzt !!! )

PROGNOSE DER ERKRANKUNG:

Letalität 10 - 20%, d.h. 10 - 20% der Erkrankten   sterben. 

 

ZUR DIPHTHERIE-IMPFUNG:

Verimpft wird der abgeschwächte Giftstoff (Toxoid), gebunden an Aluminiumphosphat. Die meisten gebräuchlichen Impfstoffe enthalten Thiomersal. 

 

Die UAW einer isolierten Diphtherie-Impfung sind - da in den allermeisten Fällen in Kombination mit Wundstarrkrampf verimpft - praktisch nicht zu beurteilen. 

 

Zum Verhältnis Erkrankungshäufigkeit/Impfung siehe auch die Eingangs erwähnten Statistiken:

 

In den letzten Jahren gab es pro Jahr in Deutschland folgende Zahl von gemeldeten Diphtherieerkrankungen: 1995: 4, 1996: 4, 1997: 2, 1998 1; es kam zu folgenden Todesfälle 1995 2 (davon 1 Kind unter 5 Jahren), 1996 1 und 1997 2 (davon 1 Kind unter 5 Jahren) (Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2000). 

 

Der Rückgang der Diptherie in Mittel- und Westeuropa und das Fehlen entsprechender Epidemien z.B. in Deutschland ist nur durch die Impfung allein nicht ohne weiteres zu erklären: mehr als 90% der Bevölkerung müssten zum sicheren Verhindern einer solchen Epidemie wirksam geimpft sein, ein wirksamer Impfschutz besteht nach Untersuchungen des RKI in Deutschland jedoch nur bei weniger als 40% der Erwachsenen (RKI 1998). Diese Tatsache und die statistisch gut erfasste deutliche Zunahme von Diphtherieerkrankungen z.B. in Kriegszeiten legen sozioökonomische Faktoren als einen wesentlichen Teil der Erklärung dieser Phänomene nahe. Eine sichere Abschätzung der Bedeutung des Impfschutzes allein ist somit zumindest in unseren Breiten schwer möglich. 

 

 

 

TETANUS

 

ERREGER:

Clostridium tetani, weltweit verbreiteter Bazillus, v.a. im Magen-Darm-Trakt von Mensch und Tier und fäkalienverschmutzte Erde. Wächst und vermehrt sich unter anaeroben Bedingungen, d.h. unter Luftabschluss, und bildet mehre Neurotoxine, d.h. für das Nervensystem giftige, krampfauslösende Substanzen. 

 

INFEKTIONSMODUS:

Über Verletzungen. Typische tetanusgefährdete Wunden sind z.B. Neugeborenen-Nabelstumpf (spielt in Deutschland i.d.R. keine Rolle), Stich, Splitter, Pfählung, Biss, Quetschung, Verbrennung, Erfrierung, Drogeninjektion. 

 

INFEKTIONSVERLAUF:

Inkubationszeit 3 Tage bis 3 Wochen 

Zunehmende Muskelkrämpfe, schließlich anfallsweise generalisierte Muskelstarre. 

 

KOMPLIKATIONEN:

Kehlkopfkrampf mit Atemstillstand, Lungenentzündungen, Knochenbrüche 

Letalität 20 - 50% 

 

THERAPIE:

Wundversorgung, Simultanimpfung, Antibiotika. Intensivmedizinische Betreuung mit Muskelrelaxation, Narkose, Beatmung über längere Zeit. 

 

IMPFSCHEMA:

2 Impfdosen im Abstand von 4 - 8 Wochen, Auffrischung nach 1 Jahr, dann alle 5 - 10 Jahre. 

Im Verletzungsfalle bei Ungeimpften Passivimpfung (Übertragung fertiger Antikörper, Schutzdauer ca. 6 Wochen) 

 

EPIDEMIOLOGIE

Stationär behandelt wurden in Deutschland wegen Wundstarrkrampf 1994 85, 1995 54 (davon 2 Kinder im 1. Lebensjahr), 1996 59 (davon 3 Kinder im 1. Lebensjahr) und 1997 43 Patienten. In diesem Zeitraum starben an Tetanus 1980 13 Patienten, 1985 12, 1990 8, 1995 2, 1996 1 und 1997 2 Patienten - keiner der gemeldeten Todesfälle betraf Personen unter 45 Jahren (Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2000) 

Nach amerikanischen Untersuchungen beträgt die Letalität bei Personen unter 50 Jahren 

weniger als 5%. 

Mehr als 50% der über 60 Jährigen haben keine schützenden Antikörper-Spiegel. (Zahlen nach CDC) 

Da bei praktisch 100% der Frauen in Deutschland bis in das mittlere Erwachsenenalter in Deutschland nach den Impfungen im Kindesalter ausreichende Antikörpertiter nachweisbar sind, kann von einem Nestschutz für Säuglinge in der Regel mindestens bis zum 6. Lebensmonat ausgegangen werden - dies ist im Einzelfall natürlich abhängig vom Antikörpertiter der Mutter (Heininger 1999).

 

EFFEKTIVITÄT:

Die Wirksamkeit der Impfung ist hoch: in einer amerikanischen Studie betrug die Sterblichkeit Ungeimpfter an Wundstarrkrampf erkrankter Personen 15%, diejenige von teilweise Geimpften (1 - 2 Impfdosen) 6%. Bei Personen, die irgendwann in ihrem Leben einmalig eine vollständige Grundimmunisierung (3 Dosen) erhalten hatten, gab es keine Todesfälle (Gruber 1999) 

 

NEBENWIRKUNGEN DER IMPFUNG

Gesamthäufigkeit 3 - 13% (White 1983) 

Meist lokale Schwellung und Abszessbildung (Church 1985), aber auch schwere allergische und anaphylaktische Reaktionen (Institute of Medicine 1994). Um diese Nebenwirkungen zu reduzieren fordern Fachleute, vor den routinemäßigen Auffrischimpfungen den Antikörpertiter im Serum und damit die Notwendigkeit der Impfung zu bestimmen (Relyveld 1998). 

Es gibt zahlreiche Einzelfallberichte von Multipler Sklerose, Guillain-Barré-Syndrom oder Nervenentzündungen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung (Literatur s. Neustaedter 1996, S. 103f., Bolukbasi 1999) 

Arthritis (13 Fälle innerhalb 15 Jahren in Deutschland,
      Korger 1986)

 

 

KEUCHHUSTEN

 

ERREGER:

Bordetella pertussis, bildet mehrere Giftstoffe, die teils die Atemschleimhaut, teils das Hustenzentrum des Gehirns schädigen. 

 

EPIDEMIOLOGIE:

In ungeimpften Populationen werden v.a. Kleinkinder befallen, Auftreten ist jedoch in jedem Lebensalter möglich. 

Keuchhusten hinterlässt eine langdauernde, jedoch
      nicht immer lebenslange Immunität. 

Geimpfte Kinder können Überträger sein, genauso wie (häufig!) untypisch erkrankte Erwachsene. 

 

INFEKTIONSMODUS:

Tröpfcheninfektion 

 

INFEKTIONSVERLAUF:

Inkubationszeit 7 - 14 Tage 

Stadium catarrhale (1 - 2 Wochen) mit uncharakteristischem Husten, nicht von einem grippalen Infekt zu unterscheiden. Zeit der maximalen Infektiosität. 

 

Stadium convulsivum (4 - 6 Wochen) mit zunehmend typischem, anfallsweisen „Stakkatohusten", ziehender Einatmung und Erbrechen. 

 

Stadium decrementi mit allmählichem Abklingen der
      Beschwerden. 

 

Bei jungen Säuglingen eventuell hustenarme/freie Verläufe, stattdessen lebensbedrohliche Atemstillstände möglich, daher stationäre Überwachung erforderlich. 

 

Infektiosität Inkubationszeit bis in das Stadium
     convulsivum hinein. 

 

KOMPLIKATIONEN DER ERKRANKUNG:

Häufigkeit insgesamt ca. 10% (Stehr 1985)

Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen 

Selten Hirnschädigung mit Krampfanfällen 

 

PROGNOSE DER ERKRANKUNG:

Im allgemeinen gut - bei später Diagnosestellung kann es - besonders innerhalb der ersten Lebensmonate jedoch zu schweren und selten auch lebensbedrohlichen Verläufen kommen. 

 

Schwere Komplikationen (Lungenentzündung, Beatmung, Krampfanfälle, Hirnschädigung oder Tod) wurden in Deutschland gemeldet 1994 bei 116, 1995 bei 54, 1996 bei 18, 1997 bei 130 und 1998 bei 92 Patienten. 

 

1997 und 1998 traten mehr als 60% der Komplikationen innerhalb des ersten Lebenshalbjahres auf, 20% der Kinder waren jedoch älter als 5 und gut 5% älter als 12 Jahre. Unter den in diesem Zeitraum wegen Keuchhustens stationär behandelten jungen Säuglingen waren allerdings teilweise knapp 10% altersentsprechend geimpft! (ESPED 1998) 

Insgesamt starben an Keuchhusten in Deutschland 1990 8 , 1991 6, 1992 und 1993 jeweils 3 und 1994 2 Patienten; 1995, 1996 und 1997 wurde kein Todesfall gemeldet, 1998 wieder 2. Die überwiegende Mehrzahl der Todesfälle betraf junge Säuglinge im ersten Lebensjahr (Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2000). 

 

THERAPIE DER ERKRANKUNG

Antibiotika (Erythromycin) verkürzen die Infektiosität, beeinflussen den Verlauf jedoch nur bei sehr frühem Beginn im Stadium catarrhale 

Cortison und Salbutamol lindern den Verlauf bei
      Säuglingen. Homöopathische Behandlung

 

KEUCHHUSTEN - „ALTER IMPFSTOFF“

 

EFFEKTIVITÄT DER IMPFUNG

Der Impfschutz hielt 5 - 10 Jahre an, es kam regelmäßig zu Erkrankungen älterer Kinder/ Erwachsener trotz vollständiger Impfung (Cherry 1989) 

 

Die Gesamteffektivität der alten Impfung betrug 63 - 91% (Cherry 1988)
aber:“Unsere Daten legen nahe, dass die Mitarbeit der Beobachter (Beobachter-Bias) zu einer signifikanten Überschätzung der errechneten Wirksamkeit einer Impfung führen kann. Es ist wahrscheinlich, dass alle aktuellen Wirksamkeitsstudien durch diese Art von Ergebnisverfälschung betroffen sind und alle Impfstoffe wesentlich weniger wirksam gegen die milde Form der Erkrankung sind, als die veröffentlichten Daten suggerieren.“ (Cherry 1998) 

 

NEBENWIRKUNGEN DER „ALTEN“ IMPFUNG

Fieber 50%, lokale Entzündung 40%, Schreiattacken 35%, Irritabilität 34%, 31% auf-fallende Schläfrigkeit, anhaltendes/untröstliches Schreien 3% (UCLA Studie, Cody 1981) 

 

Darüber hinaus führt der Keuchhusten-Impfstoff bei fast jedem Säugling zu Nebenwirkungen und in seltenen Fällen zu schweren Komplikationen mit Dauerschäden. Auffallend ist die niedrige Letalität des Keuchhustens“ (Stickl 1984) 

 

Kontrovers diskutiert wurde immer wieder das Risiko schwerer, v.a. das Gehirn betreffender UAWs nach der „alten“ Ganzkeimkeuchhustenimpfung, hierzu gibt es eine Vielzahl von Untersuchungen mit teilweise widersprüchlichen Ergebnissen: 

 

Das relative Risiko von Krampfanfällen liegt nach der Impfung bei insgesamt 5,3 (134.000 DTP- verglichen mit 133.000 DT- geimpften Kinder), d.h. nach der Impfung ist das Risiko, einen Krampfanfall zu erleiden 5,3-fach höher als ohne Impfung) (Pollok 1983). 

 

Die Häufigkeit von Krampfanfällen insgesamt innerhalb von 3 Tagen nach der Impfung wurde für den „alten Impfstoff“ (DPT) auf 1 : 4000, für den „neuen Impfstoff“ (DPacT) immerhin noch auf 1 : 16000 berechnet (Uberall 1997). 

 

Wir fanden ein erhöhtes relatives Auftreten von Krampfanfällen 0 - 3 Tage nach DTP-Impfung. Der Effekt war beschränkt auf die 3. Impfdosis, für die das Risiko (für alle Altersgruppen) 1 : 12.500 Impfdosen war.“ (Farrington 1995) 

 

Die Keuchhustenimpfung ist bei postvakzinalen Fieberkrämpfen signifikant assoziiert mit längerer Anfallsdauer und fokalem Anfallsbild („komplizierte Fieberkrämpfe“): „Der Grund für die erhöhte Schwere der Fieberkrämpfe, die offensichtlich mit der Keuchhustenimpfung assoziiert sind, ist unbekannt.“ (Cherry 1993) 

 

Enzephalopathierisiko: Die Häufigkeit schwerer neurologischer Erkrankungen insgesamt innerhalb von 7 Tagen nach DTP wurde mit 1 : 110.000 Impfdosen, die bleibender Schäden nach 1 Jahr mit 1 : 310.000 Impfdosen berechnet. „Zwischen der Keuchhustenimpfung und schweren neurologischen Erkrankungen konnte eine signifikante Assoziation aufgezeigt werden, obwohl die Anzahl der Fälle gering war und die meisten Kinder sich vollständig erholten“ (National Childhood Encephalopathy Study (NCES) (Alderslade 1981, Miller 1981)) 

 

„Das Fall-Kontroll-Design bietet die besten Möglichkeiten einen kausalen Zusammenhang zwischen DTP-Impfung und schwerer neurologischer Schädigung herzustellen. Die NCES ist die einzige veröffentlichte Fall-Kontroll-Studie zu diesem Thema. Diese Studie fand eine seltene Assoziation zwischen DTP-Impfung und einigen Typen akuter neurologischer Erkrankung. Bias und Zufall sind unwahrscheinlich als einzige Erklärung des von der NCES demonstrierten Zusammenhanges.“ (Wentz 1991) 

 

Eine Nachuntersuchung der NCES zeigte eine signifikante Steigerung von Lern-, Verhaltens- oder neurologischen Auffälligkeiten oder Tod in der Pertussis-geimpften Gruppe. „Kinder der Impfgruppe hatten ein signifikant höheres Risiko verstorben zu sein oder eine Form von Lern-, Verhaltens-, neurologischer oder physischer Funktionsstörung entwickelt zu haben. ... Der relative Zusammenhang zu einer vorangegangener DTP-Impfung bei dem verstorbenen oder geschädigten Kindern im Vergleich zur Kontrollgruppe war 5,5 (95%-Vertrauensbereich 1,6 - 23,7). ... Die DTP-Impfung kann in seltenen Fällen mit der Entwicklung schwerer, akuter neurologischer Erkrankungen assoziiert sein, die wiederum schwere Folgeschäden haben.“ (Miller 1993) 

 

„Im Falle eines Impfprogrammes prognostizieren wir 0,1 Enzephalitisfall durch Keuchhusten und 5 nach Impfung - ohne Impfprogramm wären es nur 2,3 Fälle durch Keuchhusten. (Koplan 1979) 

 

Als weitere mögliche UAW der alten Keuchhustenimpfung wurde immer wieder das Auslösen allergischer Erkrankungen diskutiert: Eine große englische Studie konnte als mögliche Risikofaktoren einer späteren allergischen Erkrankung 3 Faktoren identifizieren: mütterliche allergische Erkrankungen, Antibiotica-Gaben innerhalb der ersten beiden Lebensjahre und die Impfung mit dem Ganzkeim-Keuchhusten-Impfstoff (Farooqi 1998). 

 

Zum Thema des plötzlichen Kindstodes „SIDS“ im Zusammenhang mit der Keuchhustenimpfung ist die Studienlage widersprüchlich (Griffin 1990). 

Weitere beschriebene UAWs sind Anaphylaxie, Haemolytische Anaemie 

 

KEUCHHUSTEN - „NEUER IMPFSTOFF“

 

EFFEKTIVITÄT DER IMPFUNG

Eine Schwedische Untersuchung ergab 54 - 64% Effektivität bezüglich kulturell bestätigten Keuchhustens (Ad hoc group, 1988). Deutsche Untersuchungen kamen zu günstigeren Ergebnissen (Schneeweiss 1996) aber auch hier gilt: 

 

Unsere Daten legen nahe, dass die Mitarbeit de Beobachter (Beobachter-Bias) zu einer signifikanten Überschätzung der errechneten Wirksamkeit einer Impfung führen kann. Es ist wahrscheinlich, dass alle aktuellen Wirksamkeitsstudien durch diese Art von Ergebnisverfälschung betroffen sind und alle Impfstoffe wesentlich weniger wirksam gegen die milde Form der Erkrankung sind, als die veröffentlichten Daten suggerieren.“ (Cherry 1998)

 

NEBENWIRKUNGEN DER IMPFUNG

In Japan, wo die azelluläre Keuchhustenimpfung zuerst in größerem Maßstab durchgeführt wurde ergaben erste Untersuchungen, dass die Rate der milden UAW (Fieber, Unruhe etc.) um ca. 60% sank, die der sehr seltenen schweren UAW blieb in etwa gleich verglichen mit dem „alten Keuchhustenimpfstoff“ (Noble 1987) 

In Schweden gab es ähnliche Ergebnisse: es kam zu 2 schweren enzephalopathische Erkrankungen (bei 212 Impfdosen, 1 : 100) (Ad hoc group, 1988), daher wurde der Impfstoff 1989 nicht zugelassen. 

 

Die Häufigkeit von Krampfanfällen insgesamt innerhalb von 3 Tagen nach der Impfung wurde für den „alten Impfstoff“ (DPT) auf 1 : 4000, für den „neuen Impfstoff“ (DPacT) immerhin noch auf 1 : 16000 berechnet (Uberall 1997). 

 

Schockartige Zustände mit Verlust des Muskeltonus und fehlender Ansprechbarkeit der Kinder (Hypoton-Hyporesponsive Episoden HHE) wurden auch nach Anwendung des acellulären Impfstoffes beobachtet (Goodwin 1999, Heininger 1999)

Schwere allergische Reaktionen wurden auch nach DTPac-Impfstoff beobachtet (Sakaguchi 1998)

 

 

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